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Erfahrungsbericht Teac mp3-Player 288

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23.05.2008 07:29
uja uja ist weiblich
Altstadt Göttin


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Erfahrungsbericht Teac mp3-Player 288

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Der Teac-Player kostet als 2GB-Stick so ummi 35 Euro, mein Exemplar ist eine Prämie vom Boss. Es ist hier seit ein paar Wochen im Einsatz, bisher 3x wieder aufgeladen.

Der 2GB-mp3-Player kommt mit Kopfhörer und einem usb-Kabel, was auch für meine Kamera geeignet ist. Weiterhin gibt es eine Miniatur-Bedienungsanleitung und einer Treiber-CD mit umfangreicherer Anleitung, die man unbedingt ausdrucken sollte.

Linux gentoo: (voll ok)
Das Teilchen ist als usb-Memory-Stick mit dem Kabel sofort einsetzbar, Treiber einspielen ist nicht nötig, das KDE erledigt alles Nötige, und das Teilchen erscheint unter media:/sdf1 (oder /dev/sdf1) und fügt sich (via mount/einhängen beim Krusader) problemlos ins Dateisystem ein.
Nach 3 Stunden hat sich die Batterie aufgeladen, und die Spieldauer ist länger als die des Senso-Sticks.
Vor dem Abstecken unbedingt darauf achten, dass das Gerät vorher ausgebunden wurde, so dass alle Schreiboperationen auf das Stöckchen abgeschlossen sind.

Bedienung: (gewöhnungsbedürftig)
Die Bedienung ist nicht so ganz intuitiv. (siehe Musik und Batterie)
Nach Einschalten muss man den Mittelknopf länger drücken. (Muss man beim Trekstor iBeat Senso auch.)
Durch längeres Drücken von "M" gelangt man ans Auswahlmenu, wo man Musik, MTV-Videos, Bilder, E-Books, Radio hören oder den Recorder starten will. Man kann auch vom Radio aufnehmen.

Wenn man jetzt meint, die Files über das File-Menu abspielen zu können, ist man schief gewickelt! Das geht nur von den jeweiligen Modi aus.
Wenn man weiterhin meint, beim Batterielanden reicht es, das Teil einfach an den usb-Anschluss anzuschließen, ist ebenfalls schief gewickelt. Man muss zusätzlich den Geräteschalter auf "ein" stellen! (Steht nirgendwo!)
Und diese schwarzen Punkte, die man nach Anschluss des Teils an den PC sieht, werden urplötzlich hell, wenn Daten übertragen werden. Steht so auch nirgendwo!

Fazit:
Wenn ich so eine unlogisch aufgebaute Bedieneroberfläche meinen Kunden anbieten würde, würde ich vor Scham in den Boden sinken! Hoffen wir aufs Firmware-Update!


Klang: (ausgezeichnet)
Der Klang mit den mitgelieferten Kopfhörern, in denen auch das Antennenkabel für die UKW-Radiosender stecken, ist glasklar, ein Klirren ist auch für meine empfindlichen Ohren nicht zu hören (bei voller Batterie), und um Klassen besser als beim Trekstor.
Wem das nicht passt, kann mit voreingestellten Equalizer-Sets den Ton seinem Geschmack anpasssen.

Batterie: (durchwachsen)
Die Batterie entläd sich bei Nichtstun, also sollte man kurz vor einem Einsatz das Teil via usb-Kabel aufladen. Dann hält es so gut 6 Stunden im mp3-Betrieb durch. (4 Stunden Musik, 2 Stunden Hörbuch).
Achtung, die Batterie läd nur, wenn der Schiebeschalter des Gerätes auf "ein" steht! Steht nirgendwo ausser in einem Verriss in einem Forum. Als usb-Stick funktioniert er auch in ausgeschaltetem Zustand.
Im ausgeschalteten Zustand wird sofort 100% Ladezustand angezeigt, was nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
Wenn man das Teil schon nach 1 Stunde absteckt, um wieder mp3s zu hören, sollte man nicht erschrecken, wenn zunächst eine volle Batterie angezeigt wird, diese aber urplötzlich auf ca. 30% fällt. Für ein- zwei Alben und ein bisschen Hörbuch reicht es. Aber auf gar keinen Fall fürs Radio, das, aus welchem Grund auch immer, ziemlich gefräßig ist.
Wenn man das komplett leere Teilchen abends um 22:00 ansteckt, ist sie morgens um 7:00 voll.

Musik: (ok)
Nun ja, nach Anwahl Musik wird der erste Track angezeigt, Mittelknopf drücken startet ihn dann. Mit Csr-rechts geht es einen Song weiter, mit Csr-links einen zurück, immer schön der Reihe nach.
Aber was macht man, wenn man Musik aus einem bestimmten Verzeichnis hören will? Filemenu, Navigieren, Play? Fehlanzeige! Da findet man nur die Auswahl Delete: yes/no.

Tja, jetzt kommt die ausgedruckte Bedienungsanleitung zum Tragen: Seite 11:
Im Musik-Modus kurz "M" drücken, und schon kann man "Files browsen" aufrufen. Dort kann man mit Csr links und rechts navigieren. Mittelknopf wählt ein Verzeichnis an oder startet eine Musikdatei.
Und man findet dort auch endlich die Einstellung fürs (zufallsgesteuerte) Wiederholen der mp3s!

Radio: (Stromfresser)
bei 88,9Mhz fand ich den 1. Sender, der Ton war wiederum glasklar. Leider war die Batterie hierbei schnell zu Ende, und das Stöckchen schaltete sich schnöde aus. 1 Stunde Laden reichte dann für 8 Sekunden Bundestagsdebatte, dann war wieder Feierabend. Zum Abspeichern des Senders hat der Saft nicht mehr gereicht.

Mit voller Batterie gelang mir endlich ein Sendersuchlauf, der Empfang ist in etwa wie bei meinem Autoradio. WDR2 ist klar und sauber, schwächere Sender rauschen etwas. Nach Sendersuchlauf und einer Viertelstunde WDR2 war der Füllstand der Batterie um 20% gesunken.

Videos:
nicht getestet

JPGs:
Die Farbtiefe bei JPGs ist nicht berauschend, entspricht in etwa 256 Farben. Bei Blau stört das Ganze fürchterlich, Gelb- und Rottöne sind akzeptabel. Das Bild ist bei den Grüntönen ziemlich brilliant.
Größere Bilder werden "kleingerechnet" auf Pixelbasis, also keine Farbinterpolation a la Gimp. Sieht bei einem überwiegend blauen JPG (Hintergrund Unterwasser aus MahJongg Big) ziemlich bescheiden aus (Klötzchen)
Aber um Album-Cover anzuzeigen reicht es allemal.

Textdateien:
Ja, zeigt er an, aber die /A0-Linefeeds (Linux) erkennt er nicht an und machr Fließtext davon. Qualität ebenso wie bein Handys, guter Kontrast, alles gut lesbar.

Aufnahme:
nicht getestet

Spiel:
Das Spiel funktioniert wie die Handy-Games. Aber ich bin kein Gobang-Spieler

Fazit:
Würde ich mir das Teil selber kaufen? - Nach allen Recherchen ja.
Ich bin nur auf die mp3-Funktionen scharf. Der Vorgänger, ein Trekstor ibeat-Senso verabschiedete sich leider nach 2 Tagen, indem er Stück für Stück die Dateien verhunzte, bis das Betriebssystem auch nicht mehr lief.

Da ist das Teac-Teilchen ein guter Ersatz und um etliches besser im Klang, auch wenn die Bedienung etwas abenteuerlich ist, besonders, was das Batterieaufladen angeht. Letzteres ist auch der Grund für die miesen Kritiken, die das Teilchen in den Foren bekam. Die Anwender sind da leicht überfordert.
Hier sollte Teac noch etwas am Handbuch arbeiten oder eine gescheite Firmware entwickeln!


so long,
uja



__________________
- Vive le Viez! -
Zocken, bis der Arzt kommt!

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von uja: 23.05.2008 07:33.

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